Tödliche Katzenkrankheiten - ein wachsendes Problem

Gerade in ländlich geprägten Gegenden wie hier im schönen Kinzigtal nimmt das „Katzenproblem“ in den letzten Jahren trotz bereits aktiver Tierschutzarbeit im Rahmen von groß angelegten Kastrationsaktionen immer weiter zu. Das Hauptproblem sind nicht mal die vielen, ungewollten Katzenbabys, die im Zweifel mit sehr rabiaten Methoden einfach umgebracht werden, sondern vor allem die hochinfektiösen und nicht selten tödlichen Katzenkrankheiten wie:

 

das Feline Immundefizienz-Virus (FIV)

 

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Immunschwächeerkrankung, die nach der Infektion lange Zeit vollkommen symptomlos verläuft und erst auffällt, wenn das Immunsystem bereits stark angegriffen oder zerstört ist und das Tier somit an sog. Sekundärinfektionen wie z.B. einer Lungenentzündung erkrankt und meist auch verstirbt. Bisher gibt es keine wirkungsvollen Behandlungsmethoden und infizierte Tiere sollten getrennt von nicht-infizierten Tieren gehalten werden um eine innerartliche Ansteckung zu vermeiden. Aufgrund des der menschlichen AIDS-Erkrankung ähnlichen Verlaufes ist die FIV-Erkrankung weitläufig auch unter dem Namen „Katzen-AIDS“ bekannt. [mehr dazu...]

 

 

die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

 

Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die immer binnen weniger Wochen nach dem Ausbruch (Inkubationszeit bis zu 4 Monate) zum Tod des Tieres führt und in zwei Formen auftritt. Die „feuchte Form“ äußerst sich durch starke Flüssigkeitsansammlungen im Brustkorb bzw. Bauchraum, die ausgelöst werden durch die FIP-typische Bauchfell- bzw. Brustfellentzündung. Die „trockene Form“ zeigt sich hingegen durch knotige Wucherungen im Bauchraum sowie neurologische Ausfälle, Blutarmut und verschiedene Begleiterkrankungen wie z.B. Gelbsucht. [mehr dazu...]

 

 

und das Feline Leukämievirus (FeLV).

 

Dieser Virus ist hochgradig ansteckend für andere Katzen und äußert sich zunächst in einem ansteigenden Virustiter im Blut. Später greift das Virus dann auch die Lymphdrüsen und das gesamte lymphatische System, sowie weitere Organe an. Nach und nach werden die weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) zerstört und die daraus entstehende Leukämie führt unweigerlich zum Tod des Tieres. [mehr dazu...]

 

 

Die Erreger aller dieser Krankheiten werden in der Regel über den Speichel- und oder Blutkontakt mit einem infizierten Tier übertragen. D.h. die unkontrollierte Katzenpopulation, die aus einem Grundstamm verwilderter, unkastrierter Hofkatzen entstanden ist, birgt nicht nur das Problem der vielen, heimatlosen, unversorgten Tiere, sondern ein massives fast schon seuchenschutzrelevantes Infektionsrisiko für alle Katzen der Region. Auch kastrierte Freigängerkatzen mit behütetem Zuhause laufen somit Gefahr infiziert zu werden, da es immer zu blutigen Kampfverletzungen und Bisswunden kommen kann, wenn sie auf ihrer Runde einer verwilderten, infizierten Katze begegnen.

 

 

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